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Faust. Der Tragödie zweiter Teil.

Johann Wolfgang von Goethe

 

Während den ersten Teil beinahe jeder kennt, ist der zweite Teil des Faust weitgehend unbekannt. Das mag daran liegen, dass er etwas schwer zugänglich ist: seine Handlung in der Kürze zu überblicken und auf eine knappe Inhaltsangabe herunterzubrechen erscheint als schier unmögliches Unter-fangen. Zu verworren sind die Erzählstränge, gelegentlichen Exkurse und häufigen Parallelhandlungen.

Doch das Drama schafft es auf geniale Weise, griechische Mythologie, mittelalterliche Sagenwelt und Wirklichkeit in einem Kosmos zu verweben, der in seinem logischen Zusammenhang und seiner gleichzeitigen Absurdität einzigartig ist. Goethe ersinnt im Faust 2 ein Figurenkabinett, das eine wahre Fundgrube für künstlerische Auseinandersetzungen darstellt – wie es etwa von den Illustrationen Slevogts und Beckmanns vorgeführt wird.

 

Der Sandmann

E.T.A. Hoffmann

 

Der Sandmann gilt vielen Literaturwissenschaftlern als der Dreh- und Angelpunkt aller unheimlichen Literatur. Das verhältnismäßig kurze „Nachtstück“ ist dabei äußerst dicht erzählt, sodass die Deutungsansätze heute ganze Bände füllen können; der Prominenteste darunter dürfte wohl derjenige Sigmund Freuds sein, der sich bei seiner psychoanalytischen Erforschung des „Unheimlichen“ direkt auf Hoffmanns Erzählung bezieht. 

 

 

Doppelgängermotiv, Augensymbolik, alchemistische Verwandlung, Mensch-Automaten… Die Geschichte zieht alle Register, was menschliche Ängste vor dem Unerklärlichen betrifft. Das Universalgenie Hoffmann schafft es mit virtuosem Erzählstil, neben dem Blick in den Abgrund auch Ironie und subtilen Humor in sein Meisterwerk einzuflechten.


Herz der Finsternis

Joseph Conrad 


Erzählungen

Howard Philips Lovecraft 

Edgar Allen Poe

 


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